Da Robert Müllers Wunsch ist, dass die Spenden für die Forschung im Bereich Hirntumore eingesetzt werden, haben wir - so sind wir sicher - ein ideales Projekt innerhalb der Kinderkrebsstiftung gefunden.
Wir möchten Euch dieses Projekt vorstellen:
Bundesweites Behandlungsnetzwerk HIT
Zusammen mit der Fachgesellschaft für Kinderkrebsheilkunde, der GPOH, hat die Deutsche Kinderkrebsstiftung im Jahr 2000 das Behandlungsnetzwerk HIT, ein Verbundforschungsprojekt für Kinder und Jugendliche mit Hirntumoren, ins Leben gerufen. Hirntumoren machen in Deutschland mit rund 400 Neuerkrankungen jährlich bei Kindern rund 20 Prozent aller bösartigen Erkrankungen aus.
Im HIT-Netzwerk, gefördert von der Deutschen Kinderkrebsstiftung mit derzeit rund 1,2 Millionen Euro pro Jahr, sind bundesweit acht Therapieoptimierungsstudien für die einzelnen Hirntumorarten mit studienübergreifenden Referenzeinrichtungen für Neuropathologie, Neuroradiologie, Liquordiagnostik, Strahlentherapie und Biometrie verbunden.
Im Rahmen des Förderungsschwerpunktes HIT veranstaltet die Deutsche Kinderkrebsstiftung jährlich an wechselnden Standorten eine bundesweite HIT-Netzwerk-Tagung, die dem Wissens- und Erfahrungsaustausch aller an der Behandlung von Kindern mit Hirntumoren Beteiligten dient. Alle zwei Jahre nehmen an diesen Tagungen auch Patienten und Angehörige teil und nutzen die Gelegenheit zum offenen Dialog mit den Experten und zur Kommunikation untereinander.
Die überregionale Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche stellt einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Behandlung, Diagnostik und Nachsorge von Kindern und Jugendlichen mit Hirntumoren dar. Vorteile und Ergebnisse des Behandlungsnetzwerks HIT kommen den jungen Patienten im gesamten deutschsprachigen Raum, unabhängig von ihrem Wohnort, zugute.
. HIT-Aufgaben in Stichworten:
Vollständige Erfassung aller Kinder mit Hirntumoren in Deutschland
Intensivierung der interdisziplinären Zusammenarbeit aller medizinischen Fachbereiche, die an der Betreuung von Kindern mit Hirntumoren beteiligt sind
Entwicklung diagnostischer Leitlinien
Diagnostik: Standardisierung und Qualitätskontrolle (Referenzhistologie, Stadienbeurteilung durch Neuroradiologie und Liquordiagnostik)